Wie dieser Rechner rechnet
Alle Annahmen, Vereinfachungen und Rechtsgrundlagen offengelegt.
Die Lohnsteuer
Die Lohnsteuer wird nach dem amtlichen Programmablaufplan des Bundesfinanzministeriums berechnet — demselben Verfahren, das jede Lohnbuchhaltung anwendet. Damit sind die Vorsorgepauschale, die Sonderregeln für die Klassen V und VI, die Freigrenze beim Solidaritätszuschlag und das Faktorverfahren korrekt abgebildet.
Viele einfache Rechner ziehen stattdessen die tatsächlichen Sozialversicherungsbeiträge ab. Das führt zu einem zu hohen Netto, weil der Lohnsteuerabzug in Wirklichkeit mit der Vorsorgepauschale arbeitet, die davon abweicht.
Das Elterngeld-Netto
Das Elterngeld setzt nicht auf dem Netto eures Kontoauszugs auf, sondern auf einer eigenen, pauschalierten Größe: Vom Brutto werden ein Zwölftel des Arbeitnehmer-Pauschbetrags, die Steuern nach den Abzugsmerkmalen des Bemessungszeitraums und pauschale Sozialabgaben abgezogen — neun Prozent für Kranken- und Pflegeversicherung, zehn Prozent für die Rente, zwei Prozent für die Arbeitsförderung.
Diese Pauschalen gelten nur, soweit tatsächlich Versicherungspflicht bestand. Privat Krankenversicherte haben deshalb ein anderes Elterngeld-Netto als gesetzlich Versicherte.
§§ 2c bis 2f BEEG
Was wir bewusst vereinfachen
Der Progressionsvorbehalt wird für ein Kalenderjahr geschätzt, obwohl sich die Leistungen in der Praxis oft über zwei Jahre verteilen. Das führt tendenziell zu einer etwas zu hohen geschätzten Nachzahlung.
Das zu versteuernde Einkommen leiten wir aus dem Bruttoeinkommen ab, sofern ihr keinen Wert aus eurem Steuerbescheid eingetragen habt. Für die Prüfung der Einkommensgrenze von 175.000 Euro solltet ihr den echten Wert nachtragen.
Individuelle Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte, schwankende Monatsgehälter, unterjährige Jobwechsel und Ausklammerungstatbestände wie Krankengeld bleiben unberücksichtigt.
Wie genau ist das Ergebnis?
Der absolute Netto-Betrag kann um ein bis zwei Prozent danebenliegen, wenn ihr die optionalen Angaben nicht ausfüllt — vor allem der Zusatzbeitrag eurer Krankenkasse und die Kirchensteuerpflicht wirken sich aus.
Die Differenz zwischen zwei Steuerklassen ist deutlich belastbarer. Unbekannte Größen wirken in beiden Szenarien gleichermaßen und kürzen sich weitgehend heraus. Und genau diese Differenz ist die Zahl, um die es hier geht.
Verbindlich ist allein der Bescheid eurer Elterngeldstelle. Dieser Rechner ist eine Orientierung, keine Steuerberatung.
Häufige Fragen
- Werden meine Gehaltsdaten übertragen?
- Nein. Die gesamte Berechnung läuft im Browser. Es gibt keinen Server, der rechnet, und keine Datenbank, die speichert.
- Auf welchem Rechtsstand basiert der Rechner?
- Auf dem Stand 2026: Grundfreibetrag 12.348 Euro, Beitragsbemessungsgrenzen 5.812,50 Euro für die Kranken- und Pflegeversicherung sowie 8.450 Euro für die Renten- und Arbeitslosenversicherung, Einkommensgrenze beim Elterngeld 175.000 Euro zu versteuerndes Einkommen für Geburten ab dem 1. April 2025.
Was heißt das für euch konkret?
Der Rechner setzt eure Zahlen ein und zeigt, welche Fristen bei euch noch offen sind.
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